Streaming-Portale revolutionieren gerade den Film- und Serienmarkt. Netflix und Amazon lassen sich Eigenproduktionen viel Geld kosten. Doch taugen die wirklich was? Primeflix nimmt House of Cards und Co. unter die Lupe.

Freitag, 11. Dezember 2015

“Nur noch eine Folge!” - Warum Netflix so viel Spaß macht

Im Jahr 1997 als Online-Videothek für DVDs in den USA gegründet, hat Netflix es heute zu einem weltweit agierenden Streaming-Dienst geschafft. Aber was genau ist das Erfolgsrezept dieses seit September 2014 auch in Deutschland aktiven Unternehmens?



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Wir haben 13 überzeugende Gründe zusammengestellt:


  1. Großartige Eigenproduktionen
    Neben einem riesigen und ständig wachsenden Unterhaltungsangebot produziert Netflix auch eigene äußerst erfolgreiche Serien wie "House of Cards", "Orange Is the New Black" und "Narcos" - wie mittlerweile auch den im Herbst veröffentlichten Film "Beasts of No Nation" - um nur einige der vielen Eigenproduktionen zu nennen. Für die zahlreichen Produktionen, die sogenannten Netflix Originale, wurde das Unternehmen mit mittlerweile über 30 Emmy-Nominierungen belohnt - mal ganz abgesehen von den vielen Zuschauern, die sich nur aus diesem Grund für Netflix entscheiden. Und auch in Zukunft werden sich die Fans freuen dürfen: In den nächsten Jahren sind weitere Investitionen in die Eigenproduktionen von über drei Milliarden Dollar geplant!

  2. Optimierte Serienproduktion
    Netflix verlässt sich nicht auf den Geschmack oder das Gefühl einzelner Menschen, was den Erfolg einer neuen Produktion angeht. Nein, stattdessen werden die Erfolge im Voraus mit Hilfe von Big Data Algorithmen errechnet. Ist das Unternehmen von dem errechneten Ergebnis überzeugt, so gibt es direkt eine ganze Staffel in Auftrag. Überladene Pilotfolgen, in denen sämtliche Handlungsstränge schon direkt angeschnitten werden müssen, um zu sehen, wie sie beim Zuschauer ankommen, sind passé. Das Ende vom Lied ist der Aufbau einer viel größeren Spannungskurve im Verlauf einer Serie, als es bisher möglich war!

  3. Staffelweises Bereitstellen von Serien
    Ein weiterer Grund dafür ist auch, dass Netflix alle Folgen einer neuen Staffel auf ein Mal online stellt und nicht von Woche zu Woche jeweils eine Folge. Durch diese Taktik kann der Zuschauer direkt mehrere Folgen hintereinander schauen. Durch das Bereitstellen ganzer Staffeln auf einmal, kann so auch der Spannungsbogen innerhalb der Serie viel weiter gespannt werden, nicht jede Folge muss einen Höhepunkt am Ende haben, um den Zuschauer bis nächste Woche zum Erscheinen der nächsten Folge am Ball zu halten. Netflix selbst vergleicht dieses Vorgehen mit einem Buch: Schließlich würde auch das ganze Buch auf ein Mal und nicht Kapitel für Kapitel veröffentlicht - in welchem Tempo der Zuschauer eine Staffel schaut, ist somit ganz allein seine eigene Entscheidung.

  4. Post-Play-Funktion
    Verführerisch ist auch die sogenannte Post-Play-Funktion: Diese spielt am Ende einer Episode, nach einem kurzen Countdown, direkt die nächste Folge ab und kürzt dabei entweder Ab- und Vorspann oder schneidet diese komplett heraus. So ist es sehr verlockend eine Folge nach der anderen zu schauen. Netflix selbst wirbt damit augenzwinkernd auf den sozialen Netzwerken unter dem Slogan “Nur noch eine Folge!” Lediglich nach einigen Folgen fragt das System, ob man noch weiterschauen möchte oder eingeschlafen ist. Was für ein Service!

  5. Zuschauerspezifische Programmvorschläge
    Hat man schließlich das Ende einer Serie erreicht, muss man sich keine Sorgen darüber machen, was man als nächstes schauen könnte, denn Netflix nutzt seine ausgefeilten Algorithmen auch für Film- und Serienvorschläge. Gleich bei der ersten Anmeldung wird man gebeten, eine Auswahl von drei Filmen oder Serien zu treffen, die einem gefallen. Laut Netflix verrät diese erste Auswahl schon mehr als das Alter oder Geschlecht über die Vorlieben der Kunden. Diese Kategorisierung kann man später durch Bewertungen geschauter Serien und Filme noch spezifizieren. Schlussendlich hat Netflix quasi immer die passenden Vorschläge parat - das System und die Technik dahinter überzeugen, denn Netflix hat über 70.000 Möglichkeiten einen Film zu kategorisieren; so zum Beispiel nach Handlungsort oder sozialen Eigenschaften der Hauptcharaktere.

  6. Angebot in Originalversion
    Für diejenigen, die sich englischsprachige Produktionen gerne in Originalfassung ansehen, hat Netflix auch gesorgt: diese werden stets auch in ihrer ursprünglichen Sprache bereitgestellt - wahlweise mit deutschen, englischen oder keinen Untertiteln. Man sollte es nicht meinen, aber bisher war das keine Selbstverständlichkeit auf dem deutschen Markt.

  7. Genaue Ermittlung kundenspezifischer Bedürfnisse
    Ein weiterer innovativer Schritt des Unternehmens: Im Vorfeld der Expansion in Deutschland hat das Unternehmen Online-Piraterie-Netzwerke unter die Lupe genommen, um so zu ermitteln welche Bedürfnisse der deutschen Zuschauer nicht durch das TV-Angebot gedeckt werden.

  8. Anpassung an nationale Vorlieben
    So ist es Standard des Unternehmens, in den zahlreichen Ländern, in denen es vertreten ist, das Angebot an die lokalen Bedürfnissen und Vorlieben anzupassen. Speziell für den deutschen Markt hat Netflix so sein Angebot beispielsweise mit Formaten wie "Stromberg", "Die Sendung mit der Maus" und einigen Filmen von Til Schweiger für die hiesigen Zuschauer angepasst.

  9. Länderspezifische Produktionen
    Doch Netflix beschränkt sich nicht nur darauf, ausländische Produktionen zu vermarkten, nein, auch Koproduktionen finden schon statt. So wurde beispielsweise schon die erfolgreiche Serie „Lillyhammer“ in Kooperation mit der norwegischen Rundfunkanstalt NRK produziert. Auch deutsche Produktionen wurden von Seiten des Streaming-Dienstes nicht ausgeschlossen und wer weiß, vielleicht ist in nicht all zu lange Zeit auch eine deutsche Serie in aller Munde! Dass Netflix weiß, wie gute Serien produziert werden, haben sie schließlich schon zum wiederholten Male unter Beweis gestellt.

  10. Keine Werbung
    Auch für Verbraucher, die bisher viel auf die bereits erwähnten Piraterie-Netzwerke zurückgegriffen haben, ist Netflix sehr attraktiv, denn im Vergleich zu den illegalen Streamingportalen, bei denen sich kein Fenster öffnen lässt, ohne dass sich gleichzeitig drei weitere Werbefenster öffnen, findet man bei Netflix überhaupt keine Werbung.

  11. Fantastische Streamqualität
    Unschlagbar ist auch die Qualität des Streams! Teilweise ist diese fast so hoch, wie bei einer Blue Ray Disc.

  12. Intuitives Layout
    Auch das Layout überzeugt auf allen Geräten: egal ob TV, Laptop, Tablet, Smartphone oder als App auf der PlayStation - es ist und bleibt intuitiv!

  13. Einfache Kündigung
    Und ist man doch nicht mehr überzeugt von Netflix, muss man sich keine Sorgen um lästige Kündigungsfristen oder automatisch verlängerte Verträge machen - der Vertrag mit Netflix ist jederzeit zum Ende des aktuellen Monats, ohne Angabe von Gründen und ohne zusätzliche Gebühren kündbar.



Fazit: Für monatlich 7,99 Euro bekommt man das volle Angebot von Netflix auf ein Gerät, für 9,99 Euro auf zwei Geräte in HD und für 11,99 auf ganze vier Geräte in Ultra-HD!
Oft wird das Premium-Angebot für Geräte unter Freunden geteilt und so zahlt man für das Ganze zum Beispiel nur 3,00 Euro pro Person im Monat. Ein unschlagbares Angebot in Anbetracht der Bandbreite an Filmen, Serien, der guten Qualität und der vielen anderen oben aufgezählten Gründe. Auch im Hinblick darauf, was eine Kinokarte, die Online-Ausleihe eines einzelnen Films für 48 Stunden oder die Leihgebühr einer DVD in Videotheken kosten!

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